Böblinger Galerieverein – ein verlässlicher Partner

Mit ca. 30 Mitgliedern war die Zahl der Teilnehmer an der Hauptversammlung des Galerievereins überschaubar. Aber darin zeigt sich, dass knapp 40 % im Unterstützer-Verein der städtischen Böblinger Galerie Auswärtige sind.
Vor der Kulisse von Landschaftsdarstellungen der „Sezessionisten“, die das Hängeteam aus dem Städt. Depot zusammengestellt hatte, berichtete der stellvertretende Vorsitzende Ernst Krohmer über Einzelheiten der Sponsorenarbeit zugunsten der Städt. Galerie, die Programmbegleitung durch eigene Veranstaltungen in der Zehntscheuer etwa, die das Interesse an den Städt. Ausstellungen immer wieder neu beleben solle. Auch die Betreuung der „Langen Museumsnacht Böblingen-Sindelfingen“, zusammen mit den Museumsfreunden oder die Zusammenarbeit mit der Künstlerfamilie Steisslinger bei der Organisation von Führungen im Künstleranwesen sind bereits wie-derkehrende, auf gute Resonanz stossende Einsätze. Wie beim jährlichen Programm-Angebot von Führungs- und Ausstellungsbesuchen in der näheren und weiteren Umgebung ist auch die Kunstvermittlung ein wichtiges und satzungsmässig festgeschriebenes Ziel des Galerievereins.

Die Zusammenarbeit mit der engagierten Galerieleiterin Dr. Eva-Marina Froitzheim sei bestens und zum Städt. Kulturamt insgesamt bestünde ein regelmässiger Austausch, lobte Krohmer und dankte der anwesenden Dr.Froitzheim unter herzlichem Beifall. Immer wieder erkunde der Vor-stand mit dem Beirat sich bietende Chancen, wie etwa die Überlassung einer Fassadenplastik von Lörcher im Zusammenhang mit dem Abbruch der Alten Messe Stuttgart, die aber dann – wohl aufgrund der Bemühungen des Vereins – doch ins Stuttgarter Museum gesichert worden sei. Auch die Trennung der Galerie vom Bauernkriegsmuseum beschäftige die Überlegungen als Dauerthema, da es gelte, diesen beiden „Leuchttürmen der Stadt“ (so die Hervorhebung im Böblinger Kulturentwicklungsplan) jeweils Entwicklungsmöglichkeiten und Profil zu verschaffen. Hierfür müsse auch der fortgeschriebene Kulturentwicklungsplan 2009 der Stadt endlich Möglichkeiten aufzeigen.

Nach den turnusmässigen Wahlen hat jetzt auch der Verein wieder einen Kopf: Die bisherige Schriftführerin, die seit Gründung des Vereins 1987 auch die Geschäftsführung besorgt hat, wurde einstimmig für die nächsten 3 Jahre zur Vorsitzenden gewählt. An ihre Stelle trat Ursula Bäurle, Altdorf, als Schriftführerin. Der künstlerische 6-köpfige Beirat wurde um den Kunsthistoriker Marko Schacher aufgestockt. Neben Markus Baumgart ein Gewinn an jungen Ideen, Vernetzung und Frische, wie die neue Vorsitzende Ursula Kupke betonte und wie sich dies auch bereits in der Redaktionsgruppe für einen Kleinen Galerieführer der Städt. Galerie, der derzeit im Entstehen ist, erweise.