Der Böblinger Galerieverein zum Tod Harry Schlichtenmaiers - Ein Nachruf

Den Vorstand – die Galerieleiterin Corinna Steimel eingeschlossen – und die Beiratsmitglieder des Galerievereins hat die Nachricht vom plötzlichen Tod Harry Schlichtenmaiers bei der Donnerstagabend-Sitzung tief betroffen und bewegt. Gehörte er mit den beiden Brüdern Bert und Kuno doch 1987 zur Kerngruppe der Gründer des Fördervereins der Galerie. Sie waren und sind seither stets Förderer und wichtige Begleiter der Böblinger Kunstsammlung geblieben.

Harry Schlichtenmaier war weit vernetzt in der Kunst- und Galerie-Szene. Sein Urteil wurde gehört. Die Kunstmuseen des Südwestens und ihre Ausrichtungen und Stärken kannte er bestens. Vor dreißig Jahren, zur Zeit der Gründung der Böblinger Städtischen Galerie und ihres Fördervereins war die südwestdeutsche Kunst zwischen den Weltkriegen und speziell das in die Moderne führende Stuttgarter Kunstschaffen, Sammlungsthema der Böblinger Galerie, längst nicht so im Blickfeld, wie sich das inzwischen auch durch die stetige Arbeit des Verstorbenen und seiner Brüder entwickelt hat. Ein großes Verdienst, wie sich bei der vertieften Beschäftigung mit der Qualität dieser Kunstrichtung zeigt!

Für die Galerievereins-Vorsitzende Ursula Kupke gehörte der Gesprächspartner Harry Schlichtenmaier wegen seines reichen, oft sehr ins Persönliche der Kunstschaffenden reichenden Wissens und insgesamt zur südwestdeutschen Kunstgeschichte zu den wichtigen Beratern und Gesprächspartnern.

Nicht nur der Böblinger Galerieverein, auch die Städtische Galerie hat dem Verstorbenen vielfältig zu danken. Unser Mitgefühl gehört seiner Familie und seinem Galerie-Team.

Ursula Kupke
Vorsitzende des Böblinger Galerieverein e. V.